
— Schreibt Branko Veljković —
Freu dich!
Nachrichten aus dem Osten sind eingetroffen. Der Tod wird deine Umarmung überleben.
Etwas wie Camus’[1] Sprung ins Nichts aus Mangel an Kraft, die völlige Stille in persönlichen Glanz zu verwandeln.
Doch die Nachrichten aus Marokko sind nicht gerade erfreulich. Du wirst dich nicht wirklich freuen.
Weißt du noch die Ladung, die du aus dem Wunsch heraus, das fehlende Quartal auszugleichen, bestellt hast?
Nun ja… seit einigen Tagen hast du sie nicht mehr.
Die wohlmeinenden Bürger warteten gekonnt ab, bis alles wohlbehalten eingetroffen, abgewogen, umgepackt, verladen und adressiert war … Das Kontingent war ordnungsgemäß versandfertig und gerade als die Freude Europas zu dir kommen sollte, siehe da …
Ich respektiere den Sinn für Humor und die dramaturgische Strategie der wohlmeinenden Bürger ebenso wie die Tapas in abgelegenen Haciendas in den Bergen bei Alicante neulich – wenngleich der Schwerpunkt auf dem Nektar lag.
Doch es wird in Erinnerung bleiben, dass wegen deiner Hirnverkrüppelung[2] (ausgeführt im Text „Selbsternannter Hirnkrüppel aus dem gottverlassenen Kaff hinterm Mond“, vom 04.08.2025, brankoveljkovic.com) anderthalb Dutzend Aktivisten ernsthafte Jahre in marokkanischem Zwangsaufenthalt verbringen werden. Jemand sagte mir, vier der Festgenommenen seien „Schiptaren“, der Rest die klassische Internationale und nach den Regeln dieses Spiels kann ein solcher Versuch, in fremdes Territorium einzudringen, als Kriegserklärung gewertet werden. Es geht nicht, sagen die Tatkräftigen, dass man auf diese Weise versucht, einen Raum zu füllen, der einem anderen zusteht, einen Raum, in dem das Handeln durch Beschluss wegen deiner Hirnverkrüppelung eingeschränkt ist. Diese Botschaft wurde den Freiwilligen aus Marokko übermittelt und was sie davon an dich weitergeben, wirst du sehen. Dem Brauch entsprechend wendet man sich im Verlustfall an den Besteller. Erwarte also auch sie.
Frag inzwischen Bruno vom Katun[3], ob er an die ersten Aussagen herankommt, die den Festgenommenen zu den genannten Umständen abgenommen wurden. Es wird dich interessieren, wen sie alles namentlich genannt haben und wen sie als ihnen bekannten Auftraggeber des „Geschäfts“ angegeben haben. Da Bruno und alle Seinesgleichen keinen einzigen Kanal haben, den mein Bart nicht längst kennt, bleibt nur, diese Aussagen irgendwann demjenigen zukommen zu lassen, der als Erster zu mir oder zu uns gelangt. Es gehört sich, dass wir auch wieder jemanden zum General machen. Das neue Serbien wird ihn brauchen.
Im Geiste dessen, von dem du meinst, es beherrschen zu können, hast du kürzlich den Kampf gegen den Clan, einen Clan, angesprochen. Nicht, weil es nur diesen Clan gäbe, sondern weil du sie abermals bis zum Tod und bis aufs Blut gegeneinander hetzen willst, damit sie untereinander die „Arbeit“ erledigen, von der du dir wünschst, dass sie jemand erledigt. Nebenbei würdest du gern viele unbequeme Zeugen all deiner Schandtaten verschwinden lassen und im allgemeinen Durcheinander noch manche, die dir im Wege stehen. Deshalb willst du allerlei Leute in ganz Serbien einsammeln und sie „wichtig“ machen, als ob das so funktionieren könnte. Es wird geredet, dass einer der frisch Protegierten neulich einem hohen Beamten der Kriminalpolizei gedroht hat, indem er dessen Kinder und Familie erwähnt hat. Der Beamte informierte die Polizeidirektion darüber und beantragte, dass jener umgehend auf einen anderen Dienstposten versetzt werde. Die Polizeidirektion stellte sich auf die Seite des frisch Protegierten, und der Polizeibeamte wird versetzt.
Schmutzig, sehr schmutzig, Selbsternannter.
All das Schmutzige macht dich so vorhersehbar, aber auch geschwätzig im Schlaf. Albträume. Du bist vorhersehbar, denn Azazel zerstört nicht mit dem Schwert, sondern durch die Erfüllung widerwärtiger Wünsche und Triebe. Und du bist voller widerwärtiger Wünsche und Motive.
Was deine Albträume betrifft („Im Namen uns aller, der einfachen, schreibe ich“ – vom selben Autor auf dieser Website am 15.06.2024 veröffentlichten Text), darüber habe ich schon vor Langem geschrieben, in der Hoffnung, dass du etwas begreifst und dich um Hilfe und Rettung an Gott wendest. In der Dunkelheit geschlossener Lider kehrt leicht jedes Böse zurück, das du den Menschen angetan hast. Und du bringst Unheil über ein ganzes Volk. Manche sehen in solchen Albträumen Köpfe aus Licht. Notgedrungen, nicht aus eigenem Willen, hast du in letzter Zeit viel gelernt. Siehst du, wie dich diese Texte mehr gelehrt haben als 42 Bücher und all diese kartonhafte Esoterik, erdacht für Leute wie dich. Doch vergebens, du verstehst immer noch nicht, wer das bewertet, was du als Wirklichkeit proklamieren willst.
Das mit dem Quartal, Marokko und den Tapas aus der Umgebung von Alicante musste passieren und das mit ALBSER[4] ist jetzt reine Strafmaßnahme wegen des CN-Gases[5], das du in der Absicht, sie zu vergiften, gegen die Studenten und die Bevölkerung in Novi Sad eingesetzt hast.
Also, ALBSER ist ein Projekt, eine künftige juristische Person, die der Selbsternannte ersonnen hat, um den Prozess der Platzierung der erwarteten Investitionen aus dem Westen sowie der durch Kriminalität erlangten Mittel zu reorganisieren, dieses Projekt ist als „Beweis“ gedacht, dass die neue Zeit, die Zeit des allumfassenden Friedens, zum Wohle der Bürger funktioniert. Es handelt sich um eine Firma, die albanische und serbische Bauunternehmen integriert, um große, haushaltsfinanzierte Vorhaben vor allem auf dem Gebiet der Initiative „Open Balkan“ durchzuführen. Demnach ist ALBSER dafür vorgesehen, nach dem allgemeinen Chaos, das die „Führer“ Albaniens und Serbiens vorbereiten, zu funktionieren, ein Chaos, in das sich leicht auch ein kleiner, schmutziger, abgesprochener Krieg „einpassen“ ließe, um dann durch einen wundersam allumfassenden „Frieden“ allumfassende „Lösungen“ anzubieten, die das gepeinigte Volk in seiner Not als rettend erkennt und die Politiker als „fähig“ erscheinen lassen. Also wird dem zum Abschuss vorgesehenen Volk abermals ein billig inszeniertes, kurzzeitiges Blutbad bereitet, während die lokalen Bauunternehmen in ein großes Geschäftssystem reintegriert werden. Also, Bauunternehmer, Ihr habt in dieser kriminalisierten, korrupten Gesellschaft bislang sehr gut für euch funktioniert, doch mit diesem Projekt zwingt euch der Selbsternannte, euch entweder zu assimilieren oder zu verschwinden. Er ist kein Mafioso, der den Ort und den Umfang dessen, was ihm „zusteht“, versteht und sich entsprechend verhält, sondern nur ein verängstigter Straßengauner, der solche Grenzen weder für sich noch für seine Untergebenen zu bestimmen weiß. Falls es daher nach den beiden Selbsternannten aus Serbien und Albanien geht, Bauunternehmer, stellt euch auf die „freiwillige“ Überlassung eurer Bauunternehmen an den neu geschaffenen Zyklopen ALBSER ein.
Auf der albanischen Seite ist in dieser Sache der Verhandler ein gewisser Fatmir Kubaj, der als Mann von Veton Surroi[6] gilt. Veton ist offenbar nicht ausreichend über das Virus informiert, das der Selbsternannte mit sich trägt, was ihn jedoch trotz seiner bekannten Anpassungsfähigkeit und geschäftlichen Praxis nicht entschuldigt. Veton ist zweifellos der prominenteste Intellektuelle seines Sprachraums, aber ALBSER mit dem Selbsternannten ist nicht genehmigt. Wenn ich Veton ermögliche, sich an den Ingenieur zu erinnern, wird auch er verstehen, wie sehr ich recht habe. Denn gerade vom Ingenieur hat er so vieles gelernt, was dem Geist jener Zeit entsprach, aber auch ihrer wechselseitigen Beziehung. Ich verstehe das Bedürfnis, die umfangreichen amerikanischen Investitionen, auf die ihr hofft, zu kanalisieren, ebenso wie die objektive Lage bei Arbeitskräften und Baukapazitäten in der Region, aber mit dem Selbsternannten werden keine Geschäfte mehr gemacht. Es ist nicht gut, den Zyklus, Millionen für einige, Möhren für das Volk, ins Unendliche fortzusetzen. So geht es nicht weiter.
Daher kann der Einblick in die „frühen Arbeiten“ Gründe für künftige Disziplin eröffnen. Wir erinnern uns an die Position von Mahmut Bakali, Ibrahim Rugova, Veton Surroi und anderen in den Logen von Priština, Peć und Prizren, die allesamt „unter“ der Loge Serbiens standen. Wir erinnern uns auch an die gegenseitig sehr engen Beziehungen zu den dort in gleicher Weise präsenten Bischöfen, Geschäftsleuten und Sicherheitsleuten serbischer Nationalität … Wir erinnern uns ferner, dass Behgjet Isa Pacolli (Behđet Pacolli) ausdrücklich verlangte, in der Loge in Priština zu sein, doch all das geschah aus der Einsicht, was für ein Basar mit den Territorien vorbereitet wurde, und zwecks der persönlichen Positionierung, nicht aus Liebe zu Land und Volk. Mit derselben „Liebe“ habt ihr eure profanen Landsleute einvernehmlich in den Krieg geschoben, genau wie es das damalige politische Belgrad tat. Den Eingeweihten ist auch ein sehr sinnvolles Angebot aus jener Zeit bekannt, das Frieden, die Bewahrung Serbiens sowie politische und andere Positionen für Vertreter aller Minderheiten im damaligen Jugoslawien garantierte, ein Angebot, das alle Genannten annahmen. Dieses Angebot inkorporierte namentlich alle Genannten, einschließlich aller von ihnen Benannten, bis hin zu den höchsten Staatspositionen. Doch das geisteskranke politische Belgrad lehnte es ab – und es geschah, was geschah. Gleichwohl bleibt dem Volk Albaniens und den Menschen in unserer südlichen Provinz Kosovo und Metohija vieles zu erklären. Beispielsweise, wer aus welchem Grund die Liquidierung von Adem Jashari „bestellte“? Gemäß dieser Erkenntnis könnte man natürlich auch darüber sprechen, wer alles dazu befragt wurde und wer alles sein Einverständnis gab, dass es geschieht. Neue politische Führer, begierig nach eigenem Spielraum, könnten all das für einen sehr dramatischen persönlichen Aufstieg auf Kosten kompromittierter „alter“ Kader nutzen, besonders wenn ich ihnen die Grundlagen erklären würde, das, was vielen fehlt – die Methodologie der neuen Zeit und die neu etablierten „technischen“ Anforderungen, die zu wissen als notwendig gehalten werden.
Durch diesen Schritt ließe sich eine vollkommen neue, stark integrierte Plattform junger Politiker der gesamten Region schaffen, die um all des Gesagten willen außerordentlich hoch motiviert wären, an dem, was unvermeidlich folgt, teilzunehmen. So würde die alte Narrativ schlicht verschwinden. Angesichts der allgemeinen Dummheit und der ständigen Unzulänglichkeit des balkanischen politischen Bodensatzes würde ich das am Ende vielleicht auch tun.
Darüber vorerst so viel.
Mit dem Selbsternannten werden keine Geschäfte gemacht!
Dies – was die Geschäfte mit dem Selbsternannten betrifft, gilt auch für alle regimetreuen gegenwärtigen und künftigen Träger des sogenannten „Mittelwegs“, den Mittelweg, den das Regime nun perfide auf Serbiens politischer Bühne zu etablieren versucht und in der Hoffnung, auf diese Weise die Schärfe zu nehmen und die enorme Kraft der Studentenbewegung zu schwächen.
Also, euch „Mittelweglern“ sage ich jetzt rechtzeitig — es gibt keinen Mittelweg!
Entweder seid ihr dafür, das verräterische Regime zu stürzen, oder nicht. Die Dinge sind jetzt völlig klar, es gibt keine Alternativen mehr, keine Demagogie, keine verbale Onanie. Es gibt nur die Studentenliste und die Kandidaten, die die Grundsätze des Studentenprogramms akzeptieren!
Diejenigen, die euch kennen und mein Kreis sanftmütiger Menschen kennt euch auf beiden Seiten des Spiegels, wissen, dass ihr außer widerlichem politischen Geschachere niemals etwas für Serbien und sein Volk getan habt, sondern ausschließlich für eure lukrativen Interessen und primitiven Instinkte. Eure ideologischen Festlegungen waren stets verlogen und euer öffentliches Wirken war verheerend für Volk und Staat.
So scheint es auch diesmal, dass ihr den Kern der Sache nicht verstanden habt – Serbien kann und soll einheitlich sein!
Der Vollständigkeit halber, für euch, die ihr meint, nach dem Motto „weil ich klug bin“ das für Serbien geöffnete Fenster missbrauchen zu können, erzähle ich euch eine Geschichte.
Als sich nach der Watergate-Affäre und der Absetzung Richard Milhous Nixons der Ingenieur in den USA aufhielt, wurde ihm das Konzept der Steuerung eines derart umfangreichen und globalen Systems wie der Vereinigten Staaten präsentiert. Der Eingeweihte, nennen wir ihn beim zugewiesenen Namen Jeremiah, verstand die Lage, in der sich der Staat befand, sehr gut und beschloss, den „Spielern“ einige neue Lösungen zu präsentieren, die auch neue personelle Lösungen einschlossen. Er stellte seinen Gesprächspartnern ein Schachbrett hin und ordnete alle Figuren in Grundaufstellung. Dann legte er seine Vorschläge dar und bat die Anwesenden, sich dazu zu äußern. Sie begannen, miteinander zu streiten und murrten über die vorgeschlagenen Personalentscheidungen. Jeremiah hörte ihnen höflich zu und fragte sie dann mit ruhiger Stimme: „Ist das eure endgültige Meinung? Seid ihr damit nicht einverstanden?“ Die Anwesenden bestätigten, dass sie den Vorschlägen nicht zustimmen. Daraufhin fegte Jeremiah mit einer Handbewegung alle Figuren vom Brett. Die schwarzen und die weißen. Es blieb nur das leere Brett. Dann wandte er sich wieder an sie: „Eure Karrieren werden auf dem Stand bleiben, auf dem ihr euch jetzt befindet.“ Da versuchten die aufgescheuchten Gesprächspartner ihm zu erklären, so hätten sie es nicht gemeint, es gebe noch Spielraum für ein Gespräch … Jeremiah antwortete kurz und entschlossen: „Nein. Das Gespräch ist beendet.“ Sofort wurde die nächste Gruppe gebildet, die sämtliche Vorschläge akzeptierte, und dieses so aufgestellte Schachbrett mit neuen schwarzen und weißen Figuren wirkte bis 1996. Die USA funktionierten im Einklang mit ihrem Plan und ihren Aufgaben tadellos. Die damals gebildete Gruppe formierte sodann, wiederum ihrem Mandat und ihren Aufträgen entsprechend, die nächste Figurenaufstellung, doch seitdem hat niemand je vergessen, dass Jeremiah mit einer einzigen Handbewegung ALLES vom Brett wischen kann.
Deshalb, alle Politikanten, merkt euch das, solange noch Zeit ist! Wir haben das Schachbrett aufgestellt. Dieses Brett gehört SERBIEN!
Zweifelt nicht daran, dass wir auch völlig neue Figuren schaffen können. Das ist unvergleichlich leichter, als das Brett zu machen.
Was die Veröffentlichung von „Sputnik“ über die nachträgliche Klugheit des russischen SVR[7], über den „serbischen Maidan“ und die aufdringlichen „Eliten Europas“ betrifft, wundert mich, wo euch diese Klugheit und das Bewusstsein für eben diese „Eliten“ waren, während sich der Selbsternannte auf überteuerten Zusammenkünften mit ihnen allen umarmte, was er ja auch jetzt tut, während er all die politischen und biologischen Kinder Soros’ empfing und willkommen hieß, sie in Serbien auf Führungspositionen setzte, während er als „großer Serbe“ mit Blair, Kushner und Clinton auftrat, oder während er – „weil ich klug bin“ direkt den Clan finanzierte, der Serbien bombardiert hat, als Gegenseite zum Kandidaten Donald Trump bei den US-Wahlen? Hat es euch gestört, als er gemeinsam mit Gerhard Schröder am 24. März 2017, am Jahrestag des Beginns der NATO-Bombardierung Jugoslawiens, eine Parteiveranstaltung der SNS[8] in der Belgrader „Arena“ ausrichtete? Hat euch der Ideologe der Bombardierung Serbiens auf der SNS-Kundgebung gestört, der Partei, an deren Gründung auch ihr mitgewirkt habt? Übrigens, wie beurteilt ihr die „Arbeit“ eben dieser „Eliten“ in den ehemaligen Staaten des Lagers – Bulgarien, Rumänien, Ungarn, die allesamt mit eurer Zustimmung – dazu kommen wir noch – NATO-Mitglieder geworden sind? Oder, wenn ihr wollt, wie beurteilt ihr die Aktivitäten eben dieser „Eliten“ in Russland?
Wie passt in dieses „Russeln“ und „Serbeln“ nun die glamouröse Geselligkeit der Ehefrau des Selbsternannten mit den First Ladies eben jener „Eliten“ in Kiew, oder wie seht ihr all das, wenn ihr Tonnen um Tonnen militärischer Ausrüstung aufzählt, die der Selbsternannte in die Ukraine exportiert hat? Ich verstehe, dass jetzt alle katastrophalen personellen „Lösungen“ in der Region gerechtfertigt werden sollen und all die vielen unbrauchbaren, aber genehmen „kleinen Russen“, die Arroganz und Dreistigkeit, geschmiert mit Milliarden, im „Klüngel“ lokaler genehmer Kreaturen, mit dem russischen „Faktor“, sowie der Virus des Selbsternannten, der sich der Natur der Angst entsprechend, aus der er besteht, nun auch in den Kellern mancher Bauten im Osten sammelt. Ich verstehe auch, dass ihr darauf drängt, Serbien so schnell wie möglich in Abmachungen hineinzutreiben, die ihr in unserem Namen geschlossen habt, aber warum arbeitet ihr so eifrig daran, dass euch das Volk verabscheut? Übrigens, der ukrainische Maidan … Ist er gelungen, weil ihr daran mitgewirkt habt, oder ist er nicht gelungen, weil ihr Anfang und Ende der Ukraine so programmiert habt?
Serbien hat sich in diese Prozesse nicht eingemischt. Ich habe schon vor Langem gesagt, das sei eine innere Angelegenheit Russlands.
Aus Sicht der Bürger Serbiens wäre es schön, wenn uns der „russische Faktor“ auch die plötzliche Präsenz russischer Wirtschafts- und sonstiger Subjekte im Prozess des Aufbaus eines neuen Energienetzes auf dem Kosovo und Metohija erklärt, das mit dem Netz aus Albanien verbunden ist und zugleich das Energienetz in Mazedonien sein wird. Ist das vielleicht Teil des endgültigen politischen Bildes des Balkans, in dem sich Großalbanien und Großbulgarien schließlich am Vardar[9] „treffen“ werden? Offenbar läuft das alles über das Projekt „Open Balkan“ und über die Finanzinstitutionen des sogenannten Staates Kosovo, des Kosovo, das der Staat Russland zwar nicht anerkennt, womit er dennoch sehr gut zusammenarbeitet!?!
Woher kommt nun plötzlich diese so lukrative Nähe der russischen Wirtschaftsinteressen zu nicht-serbischen Elementen, sogar auf Territorien, die die offizielle russische Politik noch immer als serbisch betrachtet? Woher auch diese so leichte Einpassung der russischen Interessen in die verhassten Projekte der westlichen Interessensphären auf dem Balkan?
Für die Entfaltung der vollen Kapazität dieser Liebe ist es jetzt nur noch nötig, dass der Selbsternannte oder jemand Ähnliches wie er den Prozess der Euthanasie Serbiens zu Ende führt, sagen wir mal, durch die Aufnahme des sogenannten Staates Kosovo in die UNO. Dann wird alle diese politische widernatürliche Unzucht plötzlich legal werden. Serbien wird zu einem Paschalik[10] und alle drum herum werden endlich ihr Prädikat ‚groß‘ in ihren umfassendsten nationalen Phantasien tragen.
Es dürfte so sein, dass die Auflösung der serbischen Institutionen im Kosovo und die Übergabe der Zuständigkeiten Serbiens im Auftrag des Verräters, des Selbsternannten, nun endlich ihr vollständiges Bild erhalten. In dem beschriebenen Fall betrifft das insbesondere die Übergabe der Zuständigkeiten im Bereich der kosovarischen Stromwirtschaft, sowie das Verschenken materieller und technischer Ressourcen, die die Republik Serbien über Jahrzehnte in ihrer südlichen Provinz aufgebaut hat. Daher werden wir, wie die verhassten Imperialisten zu sagen pflegen, den Geldflüssen folgen, ganz so, wie es auch die Studenten vorschlagen. Wie mir auch schon mein Großvater vor langer Zeit sagte: „Wenn du nicht weißt, wer den Krieg begonnen hat, verfolge nur, wer am Ende vom Krieg profitiert.“
Übrigens, was das Lamentieren über den November in Serbien angeht, ihr seid zu spät. Hier werden inzwischen sogar die Pförtner reihenweise „eingepasst“ und als „neue Gesichter“ Serbiens nach dem Selbsternannten angeboten.
Es ist zu spät, ihm noch einen „heldenhaften“ Abschied zu bereiten. Ich verstehe, dass er alle nur denkbaren Beiträge bezahlt hat, aber für dieses Volk wird er niemals mehr sein als „Aco Schiptar“[11]. So werden auch all jene behandelt werden, die ihm Zuflucht gewähren oder ihn vor dem verdienten Strafverfahren retten.
Dabei habt ihr vergessen, dass der 1. November der Tag ist, an dem sich ein volles Jahr erfüllt, seit die Regimekorruption, an der auch Unternehmen unter der russischen „Pfote“ sowie längst in russische Geschäftssysteme integrierte Wirtschaftsakteure beteiligt waren, 16 lebenden Seelen das Leben gekostet hat. Genau genommen 17, denn eines der getöteten Mädchen war in einem gesegneten Zustand. Und genau darin liegt das erschütternde, finstere Paradigma all dessen, was dieses Regime tut – die Entscheidungen, die es trifft, die Schritte, die es vollzieht töten sogar die noch ungeborenen Kinder Serbiens, denn all diese Entscheidungen fügen auch allen kommenden Generationen enormen Schaden zu.
Deshalb ist dieses Regime an jenem Tag bereits gefallen.
Was ihr jetzt tut, ist ein Versuch, euch selbst zu retten, nicht das Regime. Es gelingt euch nicht besonders gut.
Vor langer Zeit, auf einer Reise, auf der ich nicht war, in der Pause einer Vorstellung im Bolschoi-Theater, suchte ein russischer Kollege von mir, wohlmeinend und mehr als doppelt so alt wie ich, ernst, fundiert und kundig nach Worten, um mir so gut wie möglich zu erklären, was russische Politik ist. Nach einiger Zeit sah er mir direkt in die Augen und sagte: „Es ist sehr schwer für uns Russen, Russland zu lieben. Aber ohne sie würden wir sterben.“
Später habe ich lange darüber nachgedacht, warum in jedem Russen, den ich kennengelernt habe, entweder der wundervolle Jessenin oder der zerrissene Raskolnikow lebt, aber darüber in einem Buch das ich schreibe, das gehört nicht in diesen Text..
Im Geiste dieses verräterischen Regimes und nicht anders lassen sich auch eine Reihe weiterer Prozesse verstehen. Vor einigen Tagen wurde in den sozialen Netzwerken verbreitet, dass das serbische Justizministerium Änderungen des Strafgesetzbuchs vorschlägt, mit denen das Delikt „Beischlaf ohne Einwilligung“[12] als leichtere Form der Vergewaltigung eingeführt werden soll. Die vorgesehene Strafe würde im Einklang mit dieser „leichteren Form“ zwischen drei und zwölf Jahren Haft liegen. Die Öffentlichkeit wird sich darüber erst noch aufregen, doch wir sollten den Anlass und den Grund erklären, warum jemand auf die Idee gekommen ist, so etwas zu tun.
Nach Untersuchungen, die nicht öffentlich gemacht wurden, macht euch auf einen Schock gefasst, haben von allen Migranten aus Ländern, die die Freiheit der Frau nicht kennen, wie sie Europa zumindest deklarativ pflegt, nur 3 % während ihres Aufenthalts in europäischen Staaten keine Vergewaltigung versucht oder begangen. Das heißt, 97 % der Migranten haben mindestens einmal eine Vergewaltigung versucht oder eine begangen. In diese erschreckende Statistik sind nicht die alltäglichen Unanständigkeiten, Vulgaritäten und Beleidigungen eingeschlossen, denen die Frauen Europas auf den Straßen ihrer Städte ausgesetzt sind.
Natürlich sind Europäer keineswegs weniger zu allen Arten von Gewalt geneigt als Migranten, doch hier geht es nicht um eine Neigung dazu, denn der Akt der Vergewaltigung ist stets die Tat eines geistig gestörten Menschen, unabhängig von Religion, Rasse oder sonst etwas, sondern es geht hier um die Schaffung eines Gefühls der Straflosigkeit bei einem sehr aggressiven, neu hinzugekommenen Teil der europäischen Bevölkerung. Die Vorstellung, ein derartiges Verbrechen könne ungestraft bleiben, hat sich in vielen europäischen Städten zu einer Pandemie strafloser Gewalt gegen das schwächere Geschlecht entwickelt.
Aufgrund der monströsen Politik der europäischen Länder gegenüber ihrem eigenen Volk, einschließlich unseres Landes, werden Migranten in sehr vielen Fällen überhaupt nicht für begangene Straftaten zur Rechenschaft gezogen und ziehen auch sonst keine Konsequenzen nach sich. Nicht einmal eine Abschiebung. Die Justiz- und Unterdrückungssysteme zahlreicher europäischer Länder veranlassen sogar, dass anstelle des Vergewaltigers das Opfer, die vergewaltigte Person, vorgeführt und „behandelt“ wird, verbunden mit offenem Zwang, über das Verbrechen zu „schweigen“, unter Androhung von Anzeigen wegen „Störung der öffentlichen Ordnung“. Als sie begriffen, dass sie dafür und viele andere Straftaten überhaupt nicht zur Rechenschaft gezogen werden, begannen Migranten sich wie entfesselte Banden zu verhalten, deren Aktivitäten von niemandem verfolgt oder strafrechtlich geahndet werden. Es gibt Gründe, warum all das geschieht, darüber ein andermal mehr, doch die staatlichen Systeme, die dem hätten entgegentreten müssen, sind durch politische Entscheidungen und einen völligen Mangel an beruflicher Integrität und persönlichem Mut der zuständigen Beamten gelähmt. Genau wie bei uns. Alle Staatsbediensteten machen weiterhin ‚nur ihre Arbeit‘, selbst wenn ihnen der Teufel persönlich die Arbeitsregeln vorschriebe.
Monströse politische Systeme haben zahlreiche Voraussetzungen geschaffen, damit all dies so stattfinden kann und eine dieser Voraussetzungen ist auch eine rechtliche. Daher ist dieser Gesetzentwurf in Wahrheit eine Einleitung zu der „wohlwollenden“ Politik des Gesetzgebers gegenüber Schlägern und Gewalttätern, alles im Geiste der „europäischen“ Werte und des allgemeinen Trends zur Inklusivität. Diejenigen, die den Auftrag gegeben haben, einen derartigen Vorschlag in das Gesetzgebungsverfahren einzubringen, wissen genau, welchem Zweck das dienen und gegen wen es sich richten wird.
Also, wenn es nach ihnen geht — wird Vergewaltigung gesetzlich sein!
Deshalb wiederholen wir noch einmal alle — die Studenten haben Recht!
Die Forderungen der Studenten sind nicht erfüllt!
Stellen wir die Verfassung der Republik Serbien wieder her!
[1] Albert Camus, „Der Mythos des Sisyphos“ (1942).
[2] Hirnverkrüppelung (serbisch „nedostatnost“) — im Sinne von Wissen: unhaltbar, unterentwickelt, dysfunktional, marginal, unbedeutend, unausgeglichen, instabil … „Hirnverkrüppel“ (nedostatan) ist ein altes serbisches Wort, das jemanden beschreibt, der schlichtweg extrem dumm und völlig unbewiesen ist. Der Gipfel von Dummheit und Grundlosigkeit. Ein vom Volk geprägter Begriff, der all das verkörpert, was an einem Charakter verfault ist.
[3] Katun — serbisch für eine pastorale Siedlung.
[4] ALBSER — Akronym aus ALBania + SERbia.
[5] CN ist der NATO-/Militärcode für eine Art Tränengas (Chloroacetophenon).
[6] Veton Surroi (geb. 17. Juli 1961) ist ein kosovarischer Publizist, Politiker und ehemaliger Journalist. Surroi ist Gründer und ehemaliger Vorsitzender der Partei ORA und war 2004–2008 Mitglied der Versammlung. (Quelle: Wikipedia)
[7] SVR — Auslandsnachrichtendienst, der zivile Auslandsgeheimdienst Russlands. Der SVR trat im Dezember 1991 an die Stelle der 1. Hauptverwaltung des KGB. (Quelle: Wikipedia)
[8] SNS — Serbische Fortschrittspartei (Srpska napredna stranka)
[9] Vardar ist der längste Fluss Nordmazedoniens und ein bedeutender Fluss in Griechenland, wo er bei Thessaloniki in die Ägäis mündet. (Quelle: Wikipedia)
[10] Paschalik / Pashaluk (türk. paşalık) — ein Begriff, der sich von Pascha ableitet und die Würde/Amtsgewalt eines Paschas oder das von ihm verwaltete Gebiet bezeichnet. In europäischen Quellen bezog sich „Pashalik“ meist auf die Eyalets. (Quelle: Wikipedia)
[11] Aca der Schiptar — „Aca“ ist eine gebräuchliche Verkleinerungsform/Spitzname für Aleksandar (hier gemeint: Aleksandar Vučić). „Schiptar“ ist ein traditioneller Begriff für Albaner, der historisch auch als Selbstbezeichnung verwendet wurde (im Originaltext wird er nicht als abwertend dargestellt).
[12] „Nein-heißt-Nein“-Gesetz bzw. die in Deutschland entsprechende Debatte um die Reform des Sexualstrafrechts und Strafgesetzbuchs aus dem Jahr 2016.